Regenwurm
Die Bodenaktivität umfasst oder beschreibt die gesamte Arbeit der im Boden lebenden Organismen (Edaphon). ©Alexander Stahr

Die Bodenaktivität umfasst oder beschreibt die gesamte Arbeit der im Boden lebenden Organismen (Edaphon). Ein synonymer Begriff ist „bodenbiologische Aktivität“. Zu dieser Arbeit oder diesen Vorgängen zählen Stoffwechselprozesse, Mineralisierung und zahlreiche Umlagerungsprozesse. Eine hohe Bodenaktivität zeugt von einem gut funktionierenden Bodenökosystem mit optimalen Stoffumsetzungsraten, was sich positiv auf die Nährstoffversorgung der Vegetation (Bodenfruchtbarkeit), den Wasserhaushalt und die Bodendurchlüftung auswirkt. Böden mit hoher bodenbiologischer Aktivität zeichnen sich durch ein stabiles Krümelgefüge mit Ton-Humus-Komplexen im Oberboden und intensive Bioturbation aus.

Die Bodenaktivität wird ebenso wie die Bodenentwicklung von den Standortfaktoren gesteuert. Ein saures Milieu (Podsole, oligotrophe Braunerden etc.) mindert die Bodenaktivität, da viele Bodenorganismen (z. B. Regenwürmer) dieses meiden. Auch lang anhaltende Staunässe (Pseudogleye, Stagnogleye) trägt zur Minderung der Bodenaktivität bei. Diese unterliegt auch witterungsbedingten (Nässeperioden, Trockenperioden) und jahreszeitlichen Schwankungen. Bodenfrost bringt die Bodenaktivität zum Erliegen (Permafrost, Bodengefrornis im Winter).
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