Wassererosion
Niederschlag kann tiefe Rillen in den Boden schneiden. ©Alexander Stahr

Die zunehmende Abtragung des Bodens ist ein weltweites Umweltproblem. Vor allem in den Tropen und Subtropen hat die Bodenerosion beachtliche und bedenkliche Ausmaße erreicht. Allein in den USA werden jährlich rund vier Millionen Tonnen Boden vom Regen weggespült und damit zugleich wertvolle Nährstoffe. Ohne Boden gibt es in der Natur kein Wachstum von Gräsern. Und von Gräsern wie Weizen oder Roggen leben wir.

Ein abgetragener Boden benötigt Jahrtausende um sich zu regenerieren. Da das Problem der Bodenerosion in Mitteleuropa relativ früh erkannt wurde, sind die Schäden nicht ganz so gravierend wie beispielsweise in den USA. Im Mittel beträgt die Erosionsrate in Mitteleuropa etwa 0,1 Millimeter pro Jahr. Das ergibt aber trotzdem noch einen Meter Bodenverlust in 10.000 Jahren.

Bei Starkregen können lokal jedoch mehr als zwei Millimeter Boden auf einmal abgetragen werden, was einer Menge von 34 Tonnen pro Hektar entspricht. Auch Dezimeter tief eingeschnittene Erosionsrinnen sind nach heftigen Regenfällen im Frühjahr nicht selten auf vegetationslosen Äckern zu beobachten.

Wenn die Bodenerosion in diesem Umfang fortdauert, wird es auf geringmächtigen Böden noch in diesem Jahrhundert zu einem massiven Ertragsrückgang und zur unvermeidbaren Aufgabe der Landwirtschaft in den am stärksten betroffenen Regionen kommen.

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