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Erste Hilfe: Bodenschutz

Bodenkarte
Bild: Alexander Stahr

Eine wichtige Grundlage für den Bodenschutz sind Bodenkarten. Sie werden im Rahmen der bodenkundlichen Landesaufnahme von den jeweils zuständigen Landesämtern erstellt. Die Kartenwerke können samt Erläuterungen auch von Privatleuten gedruckt oder in digitaler Form gekauft werden.

Der Boden ist die Lebensgrundlage von Pflanzen und Tieren und somit auch des Menschen. Er ist zudem Lebensraum für Mikroorganismen, Pflanzen und Tiere aber auch Filter und Puffer im Wasserkreislauf. Für Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Wasserwirtschaft und Rohstoffwirtschaft haben Böden eine große Bedeutung.

Obwohl der Boden in der Natur eine äußert wichtige Rolle spielt, wird er von der Öffentlichkeit kaum beachtet. Für die meisten Menschen ist der Boden einfach selbstverständlich. Man steht auf ihm, geht und baut auf ihm, und manch einen Zeitgenossen stört er sogar als "Dreck" an den Schuhen. Dies sind letztendlich einige der Gründe, warum mit der wertvollen Lebensgrundlage Boden so sorglos umgegangen wird.

Zitate:

Die große Bedeutung des Bodens wurde bereits im 19. Jahrhundert erkannt. So schrieb der deutsche Geologe, Bodenkundler und Jurist Friedrich Albert Fallou (1794 – 1877) im Jahr 1862 in seinem Lehrbuch "Pedologie oder allgemeine und angewandte Bodenkunde":

"Es gibt in der ganzen Natur keinen wichtigeren, keinen der Betrachtung würdigeren Gegenstand als den Boden! Es ist ja der Boden, welcher die Erde zu einem freundlichen Wohnsitz der Menschen macht; er allein ist es, welcher das zahllose Heer der Wesen erzeugt und ernährt, auf welchem die ganze Schöpfung und unsere eigene Existenz letztendlich beruhen."

Und er betonte:

"Eine Nation, die ihren Boden zerstört, zerstört sich selbst."

Autobahnen
Bild: Edgar Lockstedt

Täglich verschwinden große Bodenflächen für den Bau von Siedlungen, Verkehrswegen oder Gewerbegebieten.

Jeden Tag verschwindet eine Bodenfläche in Deutschland, die etwa so groß wie 170 Fußballfelder ist. Damit das äußerst empfindliche System Boden jetzt und in Zukunft geschützt wird, wurde im Jahr 1999 das Bundesbodenschutzgesetz (BBodSchG) verabschiedet. Zudem erfassen die geologischen Landesämter der Bundesländer den Zustand der Böden.

Hauptaufgaben dabei sind die jeweils landesweite Erkundung, Erforschung, Beschreibung und Kartierung der Böden, die so genannte bodenkundliche Landesaufnahme. Nur mit einer flächendeckenden bodenkundlichen Landesaufnahme kann Bodenschutz wirksam betrieben werden. Ergänzt wird dies durch die Dauerbeobachtung von Böden.

Bodenschutz dient nicht nur dem Erhalt unserer Lebensgrundlage. Die Bedeutung von Böden als landschaftsgeschichtliche Zeugen ist auch ein wichtiger Grund für ihren Schutz. Böden geben Auskunft über die Bodennutzung durch den Menschen und somit letztendlich über die Kulturgeschichte.

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