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Deckschichten: Gliederung der periglaziären Lagen

Laacher See
Bild: Alexander Stahr

Der Laacher See in der östlichen Eifel. Er füllt den Schlot des Laacher Seevulkans. Bei seinem Ausbruch vor 12.900 Jahren wurde feiner Bimstuff bis nach Skandinavien und in die Alpen transportiert. Er ist in Mitteleuropa Bestandteil der Hauptlage.

Man gliedert heute die Schuttdecken in vier Komplexe mit eigenständigem Substrataufbau: Basislage, Mittellage, Hauptlage und Oberlage.

Die Basislage ist aus dem unterlagernden oder hangaufwärts vorkommenden Gestein hervorgegangen. Durch intensive Frostsprengungsprozesse wurde das Gestein gelockert, verwittert und durch Solifluktion hangabwärts verlagert.

Insbesondere bei steil stehenden Schiefern kann man oft beobachten, dass diese oberste Verwitterungsschicht des Gesteins, die aus einzelnen aus dem Verband herausgelösten Gesteinsbruchstücken besteht, hangabwärts umgebogen ist. Man nennt dies Hakenschlagen.

Die Basislage ist frei von Löß. Der Grund: Diese Lage entstand zu Beginn der Kaltzeit, wo nachweislich kühl-feuchtes Klima herrschte. Löß konnte nur in trocken-kalten Klimaphasen verweht werden.

Hakenschlagen
Bild: Karl-Josef Sabel

Bei steil stehenden Schiefern kann man oft beobachten, dass die oberste Verwitterungsschicht des Gesteins, die aus einzelnen aus dem Verband heraus gelösten Gesteinsbruchstücken besteht, hangabwärts umgebogen ist. Man nennt dies Hakenschlagen.

Die Mittellage enthält immer einen gewissen Anteil an vom Wind transportiertem Material, den Löß, und ist nur an erosionsgeschützten Positionen bis heute erhalten geblieben. Die Hauptlage, der an Klippen und Felsdurchragungen noch lokal eine Oberlage aus den anstehenden Gesteinen folgen kann, ist heute in Mitteleuropa flächenhaft verbreitet und enthält neben Löß auch Aschenmaterial des Laacher See-Vulkans, den so genannten Laacher Bimstuff.

Dieser Vulkan brach vor 12.900 Jahren während der Wärmeschwankung des Alleröds in der Eifel nahe der Stadt Mendig aus. Darauf folgte ein Kälterückschlag und die Hauptlage wurde unter Einarbeitung des vulkanischen Materials gebildet bis der Beginn unserer Warmzeit vor rund 11.000 Jahren die Solifluktionsprozesse stoppte und die Schuttdecke unter einer sich schnell ausbreitenden Vegetation bis heute konservierte.

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