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Leben im Boden: Protisten

Pantoffeltierchen
Bild: NASA

Ein Wimpertierchen der Gattung Paramecium, das aus dem Biologieunterricht durchaus berühmte Pantoffeltierchen.

In das Reich der Protista oder Protisten (von griechisch "protistos" = Allererster) gehören alle einzelligen Lebewesen oder Mikroorganismen, die – anders als Bakterien - einen echten Zellkern besitzen, also Eukaryoten sind (von griechisch "eu" = schön, gut und "karyon" = Kern).

In jedem Quadratmeter Oberboden können weit über 1.000 Milliarden dieser Miniaturtierchen leben. Zu den bekanntesten Einzellern gehören sicherlich die Wimpertierchen (= Ciliaten). Sie haben in der Regel eine Länge zwischen etwa 50 und 300 µm (µm = Mikrometer oder der millionste Teil eines Meters).

Ihren wissenschaftlichen Namen haben sie von ihren Cilien, den Wimpern. Sie dienen zum Nahrungserwerb und zur Fortbewegung, denn sie leben in den dünnen Wasserfilmen um Bodenteilchen oder in mit Wasser gefüllten Bodenporen. Wimpertierchen sind besonders häufig in bakterienreichen Böden zu finden, da Bakterien zu ihrer Nahrung gehören.

Andere im Boden lebende Einzeller sind beispielsweise Geißeltierchen (Flagellaten) und Amöben (Rhizopoden). Zu den Protista im Boden zählen auch Schleimpilze (Myxomyceten) ein- oder mehrzellige Algen: Kieselalgen (Diatomeen), Rotalgen, Braunalgen und Grünalgen.

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