Klasse: Ah/C-Böden außer Schwarzerden
Zu dieser Klasse gehören neben der Pararendzina die Bodentypen Rendzina, Ranker und Regosol. Diese vier Bodentypen werden nach der Art des Ausgangsgesteins unterschieden (Lockergestein, Festgestein, Kalkgehalt).
Die Pararendzina ist ein Boden mit einem Ah-elCn-Profil aus Mergel, Löß oder zum Beispiel Kalksandstein (e = mergelig, l = Lockergestein, n = neu). Mergel ist ein Lockergestein, das aus einer Mischung aus Ton und Kalk besteht. Die Pararendzina enthält 2 bis 70 Prozent Kalziumkarbonat (Kalk). Der A-Horizont ist nicht tiefer als 40 cm (sonst wäre es eine Schwarzerde). Unter Waldbedeckung entwickelt sich die Pararendzina nach Entkalkung und bei ausreichender Zeitdauer zur Braunerde oder Parabraunerde, unter Steppen zur Schwarzerde.
Der Name des Bodens lässt die Verwandtschaft zur Rendzina erkennen. Mit dieser hat sie den Kalkhaltigen Ah-Horizont mit stabilem Krümelgefüge gemein. Pararendzinen sind nährstoffreiche, aber hin und wieder recht trockene Böden.
Im Kraichgau, im Bodenseeraum oder zum Beispiel in Sachsen-Anhalt sind Pararendzinen weit verbreitet und werden dort für den Ackerbau genutzt. Werden beispielsweise Parabraunerden oder Schwarzerden stark erodiert, so bildet sich aus dem verbliebenen Substrat (Löß) erneut eine Pararendzina.
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