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Standortfaktoren: Relief

Bayerische Alpen
Bild: Alexander Stahr

Auf steilen Hängen, wie hier in den Bayerischen Alpen (Spitzingsee-Gebiet), sind oft nur geringmächtige Böden entwickelt. Neben den relativ niedrigen Jahresdurchschnittstemperaturen behindern Schneeschurf, Lawinen und darauf folgende Bodenerosion durch Wasser und Wind die Bodenentwicklung. Dies zeigen auf dem Foto die zahlreichen kahlen Stellen, so genannte Schneeschurfblaiken. An denen ist der Mensch jedoch nicht ganz unschuldig.

Mit zunehmender Hangneigung steigt auch die Wirkung der Boden abtragenden Prozesse. Daher findet man bei gleichen Standortfaktoren am Hang oft weniger ausgereifte Böden als in der Ebene. In ebenen Lagen kann es hingegen häufiger zur Vernässung des Bodens kommen, wodurch die Bodenentwicklung stark oder sogar überwiegend vom Wasser gesteuert wird. In ausgedehnten Senken werden sich Moore entwickeln.

Außerdem bestimmt am Hang die Himmelsrichtung oder Exposition das bodennahe Klima und somit wiederum die Bodenentwicklung. Je nachdem in welche Himmelsrichtung ein Hang ausgerichtet ist, erhält der Boden unterschiedliche Sonneneinstrahlung. Für die Bodenabtragung durch Wind (Winderosion) ist es bedeutend, ob sich ein Boden an der Wind zugewandten Seite (Luv) oder an der dem Wind abgewendeten Seite (Lee) befindet.

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