Je nach Art des Gesteins oder Ausgangsgesteins der Bodenbildung kann die Verwitterung und somit die Bodenentwicklung unter sonst gleichen Bedingungen unterschiedlich schnell fortschreiten. Grobkörnige Granite verwittern zum Beispiel schneller als feinkörnige Basalte.
Die chemische und mineralische Zusammensetzung des Gesteins ist hierbei ebenfalls entscheidend. Je mehr basisch wirkende Kationen wie Calcium, Magnesium oder Natrium bei der Verwitterung freigesetzt werden, umso mehr wird die Bodenentwicklung verzögert. So ist beispielsweise auch die Bodenentwicklung auf Kalksandstein langsamer als auf Buntsandstein.
Bei Gesteinen, die fast nur aus einem Mineral bestehen, ist die Bodenentwicklung extrem langsam. Bei Kalksteinen muss erst das Carbonat vollständig abgeführt werden. Quarzite sind sehr verwitterungsbeständig, so dass die Bodenentwicklung auf ihnen kaum voranschreitet.
Besonders rasch kann die Verwitterung und Bodenentwicklung in Lockergesteinen fortschreiten, da diese bereits ein Produkt der Verwitterung sind. Sie besitzen zudem eine große innere Oberfläche. Die Verwitterung kann daher an zahllosen Punkten angreifen. Beispiele hierfür sind Böden aus Löß oder anderen eiszeitlichen ("kaltzeitlich" in den Regionen außerhalb der Vergletscherung genannt) Sedimenten.
In den Mittelgebirgen und einigen Hochgebirgsregionen gingen die Böden jedoch nicht direkt aus den Verwitterungsprodukten des anstehenden Gesteins hervor. Durch den Wechsel von gefrieren und auftauen des Untergrundes entstanden während der kaltzeitlichen Perioden Schuttdecken über den anstehenden Gesteinen.
Der Wind blies Löß in den Schutt, so dass das Material der Schuttdecken die Bodenentwicklung und Fruchtbarkeit deutlich begünstigte. Dadurch finden sich heute zum Beispiel über Quarziten Böden, die es ohne den kaltzeitlichen Schutt nicht geben würde.
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