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Der Boden
Im Roman

Taunusstein (st). Im April 2006 erschien ein Roman, in dem Geologie und Vulkanismus im Rampenlicht stehen. Nun zieht der Boden nach " . man kann ihn auch Erdreich, Erdboden oder Dreck nennen .".

Köhler Roman
Bild: Alexander Stahr
Buchtitel.

Der Geologieprofessor Ulrich C. Schreiber hat in seinem Roman „ Die Flucht der Ameisen“ den Ausbruch eines Eifelvulkans und dessen katastrophale Folgen in den Mittelpunkt der Handlung gestellt. Im soeben erschienen Roman „Köhler“ von Alexander Stahr sind Boden und Landschaft die eigentlichen Protagonisten.

Die Geschichte eines Köhlers spielt im Taunus vor der Kulisse einer ungeheuren Umweltzerstörung vor rund 200 Jahren. Die Landschaft ist durch Erosion regelrecht zerfressen, Wälder, wie man sie heute kennt, gab es nicht mehr. Flüsse und Bäche sind durch Abwässer vergiftet und kanalisiert.

Auch etwas „Bodenkunde“ kommt nicht zu kurz: „Seine Schritte wurden schneller, die Holzschuhe quetschten sich in den Boden, in das, was von ihm übrig war. Dabei zerstörte, veränderte auch er die Welt von Milliarden Lebewesen ohne es zu wissen. Geschöpfe, die den Leben spendenden Dreck erst zu dem gemacht hatten, was er einmal gewesen war. Kreaturen, denen von vielen auf der Welt einzig Ekel entgegengebracht worden wäre, hätte man ihrer ansichtig werden können. Winzig, fleißig, unermüdlich und grausam gingen sie zu Werk.“

Grausam ist auch die Geschichte selbst. Wobei der Boden sich als Leben spendender Komplize eines Mörders erweist. Am Ende macht er eine ziemlich traurige Figur, woran sich bis heute an vielen Orten nichts geändert hat.

Weitere Informationen gibt es unter www.koehler-im-web.de

Quelle: as

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