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Landwirtschaft
Boden und Klimawandel

Klimawandel
Bild: Karl-Josef Sabel
Auf diesem Weinberg hat ein Starkregen wertvollen Boden abgespült.

Wiesbaden (st). Der Klimawandel zwingt Natur und Mensch zur Anpassung. So auch in der Landwirtschaft. Deshalb denkt man bei der Bearbeitung und Bepflanzung des Bodens um.

Das Klima wird wärmer. Klimaforscher sagen auf Grundlage von Modellrechnungen vorher, dass in Deutschland deshalb häufiger Dürren und Starkregen auftreten werden. Wenn dies tatsächlich der Fall sein wird, dann können einige Pflanzensorten nicht mehr angebaut werden, weil es ihnen zu trocken wird.

Da hilft auch ein kurzer Starkregen nicht. Dieser bringt sogar eine andere Gefahr für die Landwirtschaft: die Abspülung von Boden, die Bodenerosion. Daher wird man wohl auch Nutzpflanzen, die in größeren Abständen wachsen und bei denen der Boden längere Zeit weitgehend unbedeckt ist, auf Hängen nicht mehr anbauen. Zum Beispiel den Mais.

Der Boden soll auch nicht mehr tief gepflügt werden, weil das die Stabilität der Bodenstruktur zerstört, wodurch ebenfalls die Abspülung bei Starkregen gefördert wird. Anstatt zu pflügen, geht man in Anbetracht des Klimawandels mit möglichen Starkregen zum so genannten Mulchen über. Dabei wird organisches Material, etwa Kompost, nur oberflächlich in den Boden eingearbeitet.

Das ist natürlich auch energiesparender, weil der Boden sozusagen nur angeritzt wird. Dadurch werden Nährstoffe in den Boden gebracht, ohne die Bodenstruktur bis in größere Tiefen zu verändern. Zudem stabilisiert das organische Material die Bodenteilchen gegenüber der Abspülung.

Quelle: as

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