Die Braunerde
Boden des Jahres 2008
Die Braunerde.
Oldenburg (st). Braunerden kommen weltweit vor. Selbst in Wüsten findet man sie als Zeugen eines einst feuchteren Klimas. In Österreich und Deutschland sind sie sehr verbreitet und werden landwirtschaftlich oder als Waldstandorte genutzt.
Braunerden haben sich aus den unterschiedlichsten Gesteinen entwickelt. Charakteristisch ist der so genannte Verbraunungshorizont. Er entsteht durch die Verwitterung eisenhaltiger Mineralien und durch die Neubildung von Mineralien, den Tonmineralien.
Unter dem humosen A-Horizont folgt der Bv-Horizont, der typische Horizont der Braunerde. Das kleine „v“ steht für verwittert, verbraunt, verlehmt. Mit der Braunerde verwandt sind die Parabraunerde und die Fahlerde.
Die Braunerde wurde als Boden des Jahres 2008 von Bodenkundlern aus Österreich vorgeschlagen. Sie wird 2008 auf der EUROSOIL in Wien vorgestellt. Die Präsentation des Boden des Jahres 2008 findet anlässlich des Weltbodentages am 03. Dezember 2007 um 11:00 Uhr in der Österreichischen Botschaft in Berlin, Stauffenbergstraße 1, statt. Schirmherr ist der österreichische Botschafter Dr. Christian Prosl.
Quelle: Deutsche Bodenkundliche Gesellschaft