Aufruf
Projekt Stadtböden 2010
Osnabrück (st). Die Deutsche Bodenkundliche Gesellschaft (DBG) ruft Kinder, Jugendliche, Erwachsene, Schulen, Hochschulen, Museen, Städte, Institute und Verbände auf, Aktionen zu den Böden ihrer Städte zu planen. Die originellsten Projekte und ihre „Macher“ werden am Weltbodentag 2010 in Berlin vorgestellt.
Stadtböden gibt es auch hier.
Die Böden der Städte sind zumeist noch keine richtigen Böden im Sinne bodenkundlicher Definitionen. Häufig sind es Aufschüttungen aus Aushubmaterial, das natürlich ehemaligen Boden enthalten kann, oder Bauschutt. Im Grunde genommen besteht der oberflächennahe Untergrund der Städte zum größten Teil lediglich aus relativ jungem Substrat, in dem sich Boden entwickeln kann. Das trifft insbesondere auf Neubaugebiete zu.
Man kann jedoch bei Parkanlagen, Grünstreifen oder Verkehrsinseln schon von einer anfänglichen Bodenbildung sprechen, da Rasen oder sonstige Vegetation Bestandesabfall und somit unter Mitwirkung von beispielsweise Regenwürmern und Mikroorganismen einen mehr oder weniger dünnen A-Horizont bilden. Auch Rostflecken, dem Merkmal von natürlichen Grund- und Stauwasserböden kommen vor.
Doch so fern Stadtböden auch von den natürlichen Böden entfernt sind, sie erfüllen trotzdem wichtige Funktionen. Diese reichen vom Standort seltener Pflanzen über die Filterfunktion bis hin zur Dokumentation der Stadtgeschichte. So können Stadtböden zum Beispiel Reste von Bränden im Mittelalter oder Scherben enthalten.
Auch Stadtböden sind somit interessante Objekte für Bodenkundler, Archäologen und alle, die Spaß an Umweltthemen und Geschichte haben. „Fachleute und Laien können ihrer Fantasie freien Lauf lassen und Ideen entwickeln, die Stadtböden in das Bewusstsein ihrer Mitbürger bringen!“, meint die DBG. Dabei steht sie allen Beteilligten mit Rat und Tat zur Seite.
Die DBG bittet um eine Information über das geplante Projekt bis zum 30.6.2009 an die Sprecherin des Kuratoriums Boden des Jahres:
Prof. Monika Frielinghaus
ZALF, 15374 Müncheberg
Tel. 033432/823 16
Fax: 033432/822 20
E-Mail: frielinghaus@zalf.de
„Leitfaden zur Vorstellung eines Projektes innerhalb der Aktion Boden des Jahres 2010"
- Titel des Exponates/ Projektes:
- Namen der einreichenden Personen:
- Adresse:
- E-Mail:
- Telefon:
- Rahmen, in dem das Projekt erarbeitet wird (z. B. Diplomarbeit,
Arbeitsgemeinschaft in Schulen, Biologieunterricht, Umweltverbände,
Praktikum...): - Auftraggeber oder Kooperationspartner oder Zielgruppen/Nutzer:
- Inhaltliche Beschreibung des Projektes (eventuell mit Bildern):
- Art der geplanten Darstellung (Poster, Faltblatt, CD ...)
- Wann steht das Exponat/Projekt zur Verfügung?“
Weitere ausführliche Informationen finden sich unter www.dbges.de.
Quelle: DBG